Zu spaet

Es gibt Momente im Leben, da glaubt man, Menschen oder
Situationen richtig einschätzen zu können oder zu kennen.
Und im nächsten Moment merkt man, dass man sich selbst
etwas vorgemacht hat. Einfach nur,  um etwas Positives aus
der ganzen Sache zu ziehen.
Aber am Ende steht man doch wieder alleine da.
Warum klammert sich ein Mensch so sehr an eine Hoffnung,
die eigentlich nur noch im Kopf existiert?
Aber am meisten interessiert mich die Frage:
Was macht man falsch? Oder besser:
Wieso reicht es einfach nicht, egal, was man tut?
Das Leben geht schon merkwürdige Wege..
Und immer genau in den Momenten, in denen man denkt,
ein bisschen Sicherheit zu haben, beginnt alles wieder
über einem auseinander zu fallen. Einfach so.
Hilft es mir dann, wenn jemand sagt: Ich bin für dich da?
Im Endeffekt ist es eine Schulter zum Anlehnen, aber keiner
kann deine eigenen Wunden heilen.
Menschen sind Menschen und machen Fehler - jeder von uns.
Aber manche bemerken ihren Fehler nicht, auch nicht dann,
wenn man ihnen diesen genau vor Augen führt.
Mag es der verletzte Stolz sein oder der Gedanke daran,
dass man selbst Mist gebaut hat. 
Sich etwas einzugestehen fällt schwer - immer wieder.
Aber man sollte ehrlich zu sich selbst sein.
Vor allem aber zu Menschen, die einem etwas bedeuten
oder zumindest einmal etwas bedeutet haben. 
Manchmal tut man diesen Unrecht, auch wenn man es selbst
nicht beabsichtigt hat.
Am Ende wartet nur jeder darauf, dass dieser Mensch auf
einen zukommt & alles nochmal auf Anfang gestellt wird.
Aber das ist nur ein Luftschloss, ein Traum & nicht mehr.
Der letzte Hoffnungsschimmer, der schon längst verglüht ist.
Niemand ist perfekt, Enttäuschungen gehören dazu.
Ja, so ist das eben. Allerdings tut es verdammt weh, wenn
man immer & immer wieder enttäuscht wird. 
Bin ich nicht normal? Gehe ich es falsch an?
Ich mache mir selbst Vorwürfe. Sind die Menschen einfach
zu gedankenlos? Oder sehen sie es einfach nicht,
wie sie mich verletzen - vielleicht ohne es zu wollen?
Man darf sich niemals zu sicher sein & das bin ich schon
lange nicht mehr. Immer vorsichtig, immer bedacht.
Doch auch das kann einem nicht vor dem Schmerz schützen.
Und wieder einmal ist mein Selbstwertgefühl in den Keller
gesunken. Oder sollte ich sagen bis zum Erdkern?
Die Menschen, die nun glücklich sind, ohne mich, auch wenn
ich vieles oder alles für diese getan habe/hätte (& ich denke
diejenigen wissen, wer gemeint ist) werden vielleicht auch
MICH irgendwann einmal vermissen, wenn sie daran 
zurückdenken, wie es war & wie es sein könnte.
Doch im Endeffekt entscheidet jeder selbst, welchen Weg
er gehen möchte. Ich kann sie nicht aufhalten. Keiner kann das.
 
Für jeden soll es doch einmal ein Happy End geben, nicht?
Meines ist bis jetzt nicht in Sicht. 
 
Eure Yassi. 
15.5.10 03:57
 


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